Teddyklinik auf dem Unicampus

Medizinstudenten helfen kranken Kuscheltieren – und nehmen Kindern die Angst vorm Arztbesuch

Offene Sprechstunde ohne Anmeldung in der Teddyklinik Magdeburg am 25. Mai 2016 von 13 bis 17 Uhr

Auch in diesem Jahr öffnet das Teddybärkrankenhaus wieder seine Tore auf dem Campus des Universitätsklinikums Magdeburgs. Bereits zum 8. Mal erhalten Kinder die Möglichkeit, ihre kranken Kuscheltiere von Teddydoktoren in einer kleinen Zeltstadt rund um den Studentenclub „Kiste“, Haus 31a, behandeln zu lassen.

Rund 500 Kinder zwischen 4 und 6 Jahren sind aus den umliegenden Kindertagesstätten an den Vormittagen vom 24. bis 26. Mai 2016 eingeladen, den Arztbesuch einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel erleben zu können – als Kuscheltiereltern. Ohne vorherige Anmeldung sind dann am Mittwochnachmittag, 25. Mai 2016, von 13 bis 17 Uhr alle interessierten Kinder und Eltern herzlich eingeladen, mit ihren „kranken“ Kuscheltieren die Klinik zu besuchen wie im vergangenen Jahr. Zur Behandlung kamen unter anderem eine Schildkröte mit Bauchschmerzen, die zu viele Süßigkeiten gegessen hat, ein Hase mit Stacheln im Fell, der rückwärts in eine Hecke gefallen war und ein Känguru, das sich beim Trampolinspringen ein Bein gebrochen hatte. Sie und viele andere plüschige Patienten konnten danach ohne Schmerzen die Klinik wieder verlassen.

Ziel der studentischen Initiative ist es, auf spielerische Art den Kindern, die Angst vor dem Arztbesuch zu nehmen. Die AOK Sachsen-Anhalt unterstützt die Teddyklinik, denn gesundheitsbewusstes Verhalten kann schon im Kindesalter erlernt werden. Zunächst empfangen Schüler der Fachrichtung Gesundheits- und Kinderkrankenpflege des Ausbildungszentrums für Gesundheitsfachberufe des Uniklinikums die Kinder mit ihren kranken Kuscheltieren. Von ihnen werden die „plüschigen“ Patienten gewogen, vermessen und anschließend zu den Teddydoktoren begleitet.

Viele Studierende der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität sind auch in diesem Jahr wieder als Teddydoktoren im Einsatz und nach einer Sonderschulung bestens darauf vorbereitet, die kranken Kuscheltiere wieder „auf die Beine zu bringen“ und die Kinder altersgerecht zu betreuen. Gemeinsam mit den Mädchen und Jungen wird der Teddy untersucht. Dabei haben die „Eltern“ die Möglichkeit, medizinische Instrumente wie zum Beispiel das Stethoskop selbst auszuprobieren. Auch ein Röntgenbild des Teddys kann veranlasst werden. Hierzu bedienen angehende Medizinisch-technische Radiologieassistenten das speziell für Kuscheltiere erstellte Röntgengerät und erklären den Kindern anschaulich dessen Funktion. Nach der gemeinsamen Auswertung der Röntgenbilder können Knochenbrüche so fachgerecht behandelt werden. Aber auch Hautverletzungen können im Operationssaal unter „sterilen Kuscheltierbedingungen“ zusammen mit den Kindern genäht werden. Nach der Untersuchung stellt der Teddydoktor ein Rezept aus, das in der Teddyapotheke eingelöst werden kann.

Damit für wartende Teddyeltern keine Langeweile aufkommt, stehen im Wartezimmer Malutensilien bereit und zusammen mit einem 1,80 Meter großer Teddybär kann man ein Erinnerungsfoto machen. Die AOK Sachsen-Anhalt bietet zudem eine kindgerechte Ernährungsberatung an.

Ermöglicht wird die diesjährige Teddyklinik durch das ehrenamtliche Engagement vieler Helfer. Das Organisationsteam freut sich sehr auf viele Besucher und hofft, dass bei gutem Wetter die Veranstaltung für alle Beteiligten ein voller Erfolg wird.

Nähere Informationen gibt es auf www.teddyklinikmagdeburg.de.

Teddyklinik zu Gast an der Hochschule Harz

Medizinstudenten heilen Kuscheltiere – und nehmen Kindern die Angst vorm Arztbesuch

 

Kindgerechte Sprechstunde auf dem Wernigeröder Campus: Am Freitag, dem 22. April 2016, gastiert die Teddyklinik in der Trendsporthalle der Hochschule Harz (Friedrichstraße). Vormittags erwartet das Team rund um die Magdeburger Medizinstudenten Lukas Japtok (24) und Katrin Knigge (26)den Besuch von Kindertagesstätten aus dem Harzkreis; von 15 bis 17 Uhr können dann alle kleinen Puppen- und Teddy-Eltern individuell und ohne Voranmeldung vorbeischauen und ihr Spielzeug behandeln lassen.

 

Für die Teddyklinik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist es der erste Harzbesuch, für Katrin Knigge gleichzeitig ein Heimspiel. Die Ilsenburgerin erklärt: „Unser Projekt soll Kindergartenkindern mit ihren ‚kranken‘ Kuscheltieren den Ablauf eines Arztbesuchs aus Sicht der Eltern zeigen, um ihnen mögliche Ängste zu nehmen.“Der Ablauf simuliert die Realität spielerisch: Die Teddyeltern und ihre Begleitpersonen werden von Teammitgliedern empfangen und – wie beim richtigen Arzt – erst einmal ins Wartezimmer geleitet, wo Kekse und Malsachen für Ablenkung sorgen. Anschließendwerden die Daten der Spielzeugpatienten aufgenommen, dazu zählen Name, Größe und Gewicht. „Dann geht es endlich zum Teddy-Doc, einem Medizinstudenten, der das Kuscheltier untersucht und mit Hilfe der Teddy-Eltern eine Diagnose stellt und ein passendes Rezept schreibt. In der Teddy-Apotheke wird dieses dann eingelöst gegen eine Packung Taschentücher, ein paar Hustenbonbons bei Erkältung oder einen Schal gegen Halsschmerzen“, erklärt der Hannoveraner Lukas Japtok.